Osteoporose-Medikamente und Kiefernekrose (MRONJ): Risiken bei Implantaten verstehen

Osteoporose-Medikamente und Kiefernekrose: MRONJ-Risiken bei der Implantatbehandlung erklärt.

January 3, 2026

Dr. Dr. Johannes Scholz

Facharzt für Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie, Oralchirurg & Implantologe, MKG Köln West

Lesezeit:
3
Min.

Osteoporose betrifft nicht nur große Knochen wie Wirbelsäule oder Hüfte, sondern kann auch den Kiefer beeinflussen. Zusätzlich spielen bestimmte Medikamente wie Bisphosphonate oder Denosumab eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin. In seltenen Fällen können sie das Risiko für eine sogenannte Kiefernekrose (MRONJ) erhöhen. Dieses Risiko ist insgesamt gering, wird aber bei chirurgischen Eingriffen besonders berücksichtigt. Eine sorgfältige Planung und individuelle Risikoabschätzung sind daher entscheidend.

Voraussetzungen und medizinischer Hintergrund

Osteoporose führt zu einer verminderten Knochenqualität. Gleichzeitig beeinflussen bestimmte Medikamente den Knochenstoffwechsel:

  • Bisphosphonate und Denosumab (antiresorptive Therapie)
  • Einfluss auf Knochenumbau und Heilungsfähigkeit
  • Risiko abhängig von Dosis, Dauer und Grunderkrankung

Wichtig: Das Risiko ist z. B. bei onkologischen Hochdosis-Therapien meist höher als bei Standard-Osteoporose-Behandlungen.

Ablauf der Diagnostik und Planung

1. Erhebung der Medikation
Dokumentation von Wirkstoff, Dosierung, Einnahmedauer und letzter Anwendung.

2. Klinische Untersuchung
Beurteilung von Zähnen, Schleimhaut und bestehenden Entzündungen.

3. Bildgebung
Röntgen und ggf. 3D-Diagnostik (DVT) zur Einschätzung des Kieferknochens.

4. Individuelle Risikoabschätzung
Bewertung des MRONJ-Risikos vor geplanten Eingriffen wie Implantationen oder Extraktionen.

Nutzen einer sorgfältigen Planung

  • Minimierung von Risiken
    Individuelle Anpassung der Behandlung an Ihre Medikation
  • Sichere Durchführung chirurgischer Eingriffe
    Bessere Heilungsvoraussetzungen
  • Früherkennung von Problemen
    Entzündungen können rechtzeitig behandelt werden
  • Optimale Abstimmung der Therapie
    Zusammenarbeit zwischen Chirurgie und Zahnarztpraxis

Risiken und mögliche Komplikationen (MRONJ)

Eine medikamentenassoziierte Kiefernekrose (MRONJ) bedeutet:

  • schlecht heilende Wunden im Kieferbereich
  • freiliegender Knochen
  • verzögerte Heilung nach Eingriffen

Typische Warnzeichen sind:

  • nicht heilende Wunden
  • Schmerzen, Schwellung oder Eiter
  • freiliegender Knochen
  • Taubheitsgefühl oder ungewohntes Druckgefühl im Kiefer

Das Risiko ist insgesamt selten, wird aber in der Planung sehr ernst genommen.

Alternativen und Risikoreduktion

Zur Minimierung des Risikos werden mehrere Maßnahmen empfohlen:

  • Zahnsanierung vor Beginn einer antiresorptiven Therapie
  • sehr gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen
  • individuelle Risikoabwägung vor chirurgischen Eingriffen
  • angepasste Behandlungsstrategien je nach Risiko

Nicht jede Therapie bedeutet automatisch ein hohes Risiko – entscheidend ist die individuelle Bewertung.

FAQ – Häufige Fragen zu Osteoporose und Kiefernekrose

Was ist eine Kiefernekrose (MRONJ)?
Eine seltene Komplikation mit gestörter Wundheilung und freiliegendem Knochen im Kiefer.

Wie hoch ist das Risiko?
Insgesamt selten, aber abhängig von Medikament, Dosierung und individueller Situation.

Sind Implantate trotzdem möglich?
Ja, aber nur nach sorgfältiger Risikoabschätzung und Planung.

Muss ich meine Medikamente absetzen?
Das wird individuell entschieden und ggf. mit dem behandelnden Arzt abgestimmt.

Welche Medikamente sind relevant?
Vor allem Bisphosphonate und Denosumab.

Wann sollte ich einen Arzt kontaktieren?
Bei nicht heilenden Wunden, Schmerzen oder freiliegendem Knochen im Kieferbereich.

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Oft gestellte Fragen unserer Patienten

Was ist eine Kiefernekrose (MRONJ)?

Wie hoch ist das Risiko?

Sind Implantate trotzdem möglich?

Muss ich meine Medikamente absetzen?

Welche Medikamente sind relevant?

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