Standardimplantat oder patientenspezifisches Implantat (PSI) – was ist besser?

Standardimplantat oder patientenspezifisches Implantat (PSI): Wann welches die bessere Wahl ist.

November 22, 2025

Dr. Dr. Johannes Scholz

Facharzt für Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie, Oralchirurg & Implantologe, MKG Köln West

Lesezeit:
3
Min.

Standardimplantate sind seit Jahrzehnten bewährt und für die meisten Patienten die richtige Wahl. Patientenspezifische Implantate (PSI) werden individuell angefertigt und sind besonders bei starkem Knochenabbau oder gescheiterten Vorbehandlungen die bessere Lösung. Welche Variante für Sie passt, klären wir mit DVT-Diagnostik und ausführlicher Beratung.

Ob ein Standardimplantat oder ein patientenspezifisches Implantat (PSI) besser ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Standardimplantate sind bewährt und für viele Patientinnen und Patienten die richtige Wahl. PSI hingegen bieten maßgeschneiderte Lösungen bei komplexen Fällen, insbesondere bei starkem Knochenabbau. In unserer Praxis MKG Köln West in Köln-Weiden prüfen wir genau, welche Variante für Sie medizinisch sinnvoll und langfristig erfolgreich ist. Als Praxis von Dr. Dr. Scholz (Gründungsmitglied der DGPSI) und PD Dr. Dr. Zirk (Präsident der DGPSI) verfügen wir über besondere Expertise im Bereich der patientenspezifischen Implantologie.

Was ist ein Standardimplantat?

Standardimplantate sind die in der Implantologie am häufigsten verwendete Lösung:

  • Vorgefertigte Implantate in verschiedenen Größen, Durchmessern und Längen
  • Seit Jahrzehnten bewährt mit umfangreicher wissenschaftlicher Dokumentation
  • Fest im Knochen verankert nach erfolgreicher Einheilung (Osseointegration)
  • Aus reinem Titan oder Keramik (Zirkonoxid)
  • Hohe Erfolgsraten über viele Jahre dokumentiert

Sie sind die Standardlösung für die meisten Implantatversorgungen. Wie viele Implantate in Ihrem Fall sinnvoll sind, lesen Sie auch in unserem Artikel Mehrere Zähne ersetzen: Implantat, Brücke oder Prothese?

Was ist ein patientenspezifisches Implantat (PSI)?

PSI sind individuell angefertigte Implantate, die sich grundlegend von Standardimplantaten unterscheiden:

  • Exakt an Ihre Anatomie angepasst, wie ein Maßanzug für den Kiefer
  • CAD/CAM-gefertigt auf Basis Ihrer 3D-Diagnostik (DVT)
  • Subperiostale Verankerung: liegen auf dem Knochen statt im Knochen
  • Mit Mikroschrauben sicher fixiert
  • Oft bei wenig Knochen eingesetzt, häufig ohne aufwendigen Knochenaufbau

Keine Standardlösung, sondern maßgeschneiderte Implantologie. Mehr dazu auch in unserem Beitrag Feste Zähne trotz Knochenschwund.

Wann ist ein Standardimplantat sinnvoll?

Standardimplantate sind die richtige Wahl bei:

  • Ausreichend vorhandenem Kieferknochen in Höhe und Breite
  • Normalen anatomischen Bedingungen ohne Besonderheiten
  • Klassischer Implantatversorgung bei Einzelzahnlücke oder kleineren Lücken
  • Stabiler Knochenqualität
  • Standard-Indikationen wie Sofortimplantation oder verzögerte Implantation
  • Wirtschaftlichen Überlegungen, da Standardimplantate günstiger sind

In diesen Fällen ist ein Standardimplantat meist die beste und einfachste Lösung. Auch bei Bedarf eines klassischen Knochenaufbaus sind Standardimplantate oft das Mittel der Wahl.

Wann ist ein PSI sinnvoll?

Patientenspezifische Implantate werden gezielt eingesetzt bei:

  • Starkem Knochenabbau, der eine klassische Implantation nicht erlaubt
  • Mehrfach fehlgeschlagenen Implantaten trotz Knochenaufbau
  • Komplexen anatomischen Situationen wie atypischer Kieferform
  • Wunsch nach Vermeidung von Knochenaufbau
  • Auslandsbehandlungen mit Komplikationen, mehr dazu in unserem Beitrag Implantat nach Auslandsbehandlung
  • Allgemeinen Vorerkrankungen, die einen mehrstufigen Aufbau erschweren
  • Wunsch nach kürzerer Behandlungsdauer

PSI ist oft die Lösung, wenn Standardimplantate nicht mehr ausreichen. Lesen Sie dazu auch "Mir wurde gesagt, es geht nicht" und Vom dritten Fehlversuch zur stabilen Lösung.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Beide Implantattypen haben ihre Stärken. Hier die direkte Gegenüberstellung:

Kriterium Standardimplantat Patientenspezifisches Implantat (PSI) Fertigung Vorgefertigt, in Standardgrößen Individuell CAD/CAM-gefertigt Verankerung Im Knochen verschraubt Subperiostal auf dem Knochen Knochenaufbau nötig? Bei wenig Knochen oft ja Häufig nicht erforderlich Behandlungsdauer Mehrere Monate (mit Aufbau) Oft deutlich kürzer Indikation Standardfälle Komplexe Fälle, wenig Knochen Planungsaufwand Gering bis mittel Höher (digitale Planung) Kosten Kosteneffizient Höhere Investition Verbreitung Sehr weit verbreitet Spezialisierte Praxen

Es geht nicht um "besser oder schlechter", sondern um die passende Lösung für Ihre individuelle Situation.

Wie funktioniert ein PSI im Detail?

Patientenspezifische Implantate folgen einem klaren Behandlungsablauf:

  1. 3D-Diagnostik mit DVT zur exakten Erfassung Ihrer Kieferform
  2. Digitales Design des Implantats am Computer, abgestimmt auf Ihre Anatomie
  3. CAD/CAM-Fertigung aus medizinischem Titan
  4. Chirurgische Eingliederung: Das PSI wird unter der Knochenhaut auf dem Knochen positioniert und mit Mikroschrauben fixiert
  5. Prothetische Versorgung mit festsitzenden Brücken oder Zähnen

Das Verfahren ist technisch anspruchsvoll und wird daher nur in spezialisierten Zentren angeboten. Mehr zur biologischen Implantologie erfahren Sie in unserem Beitrag Biologische Implantologie.

Was entscheidet über die richtige Wahl?

Mehrere Faktoren spielen bei der Entscheidung zwischen Standardimplantat und PSI eine Rolle:

  • Knochenangebot in Höhe, Breite und Qualität
  • Individuelle Anatomie und Nähe zu wichtigen Strukturen wie Nerven oder Kieferhöhle
  • Medizinische Vorgeschichte einschließlich früherer Implantationen
  • Ästhetische Anforderungen, besonders im sichtbaren Bereich
  • Wunsch nach Behandlungsaufwand und -dauer
  • Allgemeingesundheit und Verträglichkeit mehrstufiger Eingriffe
  • Wirtschaftliche Überlegungen

Grundlage für die Entscheidung ist immer eine präzise 3D-Planung mit DVT.

Unsere Erfahrung in der Praxis

Viele Patientinnen und Patienten kommen mit der gleichen Frage zu uns:

"Brauche ich ein spezielles Implantat oder reicht ein normales?"

Unsere Erfahrung zeigt:

  • In vielen Fällen sind Standardimplantate völlig ausreichend und die wirtschaftlichere Lösung
  • In komplexen Situationen kann ein PSI entscheidend sein, gerade dann, wenn klassische Implantate nicht mehr möglich wären
  • Eine ehrliche Beratung ist wichtiger als das technisch aufwendigste Verfahren

Entscheidend ist die richtige Entscheidung, nicht die aufwendigste. Mehr darüber, warum unsere Praxis besonders auf PSI spezialisiert ist, lesen Sie in unserem Beitrag Warum Patienten MKG Köln West wählen.

im nachfolgenden Video berichtet Dagmar Galuba von ihrer PSI-Behandlung in der MKG Köln West. Andere Praxen hatten Hüftknochen-Transplantate empfohlen, der Heilungsprozess wäre langwierig gewesen. Mit einem patientenspezifischen Implantat (PSI) konnte sie ohne Knochentransfer in nur einer OP versorgt werden. Heute trägt sie ein PSI und genießt wieder ihre Lieblingsspeisen.

Risiken und mögliche Komplikationen

Beide Implantatarten sind heute sehr sichere Verfahren. Dennoch klären wir Sie offen über die typischen Risiken auf:

Bei Standardimplantaten:

  • Schwellung, Hämatome und vorübergehende Schmerzen nach dem Eingriff
  • Wundheilungsstörungen, besonders bei Rauchern
  • Risiko einer Periimplantitis bei mangelhafter Pflege
  • Sensibilitätsstörungen bei Eingriffen nahe des Unterkiefernervs
  • In seltenen Fällen fehlende Einheilung

Bei PSI:

  • Längere Planungs- und Fertigungsdauer
  • Risiko der Schraubenlockerung in seltenen Fällen
  • Spezielle Anforderungen an die Mundhygiene
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit, daher in der Regel nur in spezialisierten Zentren

Durch unsere DVT-basierte Planung, schonende Verfahren wie die Piezosurgery (Ultraschallchirurgie) und die Erfahrung unseres MKG-Teams reduzieren wir diese Risiken auf ein Minimum. Auf Wunsch ist die Behandlung auch im Dämmerschlaf möglich.

Was kostet ein Standardimplantat im Vergleich zu PSI?

Die Kosten unterscheiden sich deutlich:

  • Standardimplantate sind kosteneffizient und für viele Versorgungen die wirtschaftlichere Wahl
  • PSI erfordern eine aufwendigere digitale Planung und individuelle Fertigung, daher höhere Investition
  • Bei komplexen Fällen kann PSI langfristig dennoch wirtschaftlicher sein, da mehrstufige Knochenaufbauten entfallen

Eine erste, unverbindliche Einschätzung erhalten Sie über unseren Zahnimplantat-Kostenrechner. Vor Behandlungsbeginn erstellen wir Ihnen einen verbindlichen schriftlichen Heil- und Kostenplan. Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch beim Finanzierungsservice.

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Oft gestellte Fragen unserer Patienten

Was ist der Unterschied zwischen Standardimplantat und PSI?

Wann ist ein Standardimplantat ausreichend?

Wann brauche ich ein PSI?

Ist PSI teurer als Standardimplantat?

Wie finde ich heraus welches Implantat für mich geeignet ist?

Quellenangaben:

Fachliche Grundlagen und Leitlinien

Die Empfehlungen auf dieser Seite basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien der zahnmedizinischen Fachgesellschaften, unter anderem:

  • DGI, Deutsche Gesellschaft für Implantologie
  • DGPSI, Deutsche Gesellschaft für Patientenspezifische Implantate
  • DGZMK, Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • DGMKG, Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • AWMF, S3-Leitlinien Zahnmedizin (Implantatprothetik)
  • EAO, European Association for Osseointegration

Stand: [April/2026] · Medizinisch geprüft von Dr. Dr. Johannes Scholz (DGPSI-Gründungsmitglied) / PD Dr. Dr. Matthias Zirk (DGPSI-Präsident), Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Dieses Infoportal wird von MKG Köln West betrieben, einer auf Implantologie spezialisierten Fachpraxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln (Bunzlauer Str. 1, 50858 Köln-Weiden). Alle Behandlungen finden dort statt.

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