
Facharzt für Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie, Oralchirurg & Implantologe, MKG Köln West
Ja, in vielen Fällen ist eine Implantatversorgung auch nach einer Zahnfleischerkrankung (Parodontitis) möglich. Entscheidend ist allerdings, dass die Entzündung behandelt und dauerhaft stabil ist – und dass Zahnfleisch und Kieferknochen eine sichere Grundlage für das Implantat bieten.
Damit Sie wissen, worauf es ankommt, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.
Implantate kommen in Frage, wenn:
Bestehen noch deutliche Blutungen, Schwellungen, Eiter oder starke Entzündungszeichen, sollte die Implantation nicht sofort erfolgen. Dann steht zuerst die Stabilisierung der Zahnfleischgesundheit im Vordergrund.
Ein Implantat muss fest im Knochen einheilen (Osseointegration). Dafür braucht es:
Nach Parodontitis ist das Risiko für eine Periimplantitis (Entzündung am Implantat) erhöht. Diese Entzündung kann Knochen um das Implantat abbauen und langfristig zu Problemen führen. Deshalb sind Kontrolle, Hygiene und Nachsorge besonders wichtig.
Wenn früher eine Parodontitis bestanden hat, können folgende Punkte wahrscheinlicher sein:
Das heißt nicht, dass Implantate „nicht funktionieren“ – aber die Planung muss sorgfältig sein und die Nachsorge konsequent.
Wir prüfen:
Wenn nötig, erfolgt vor einer Implantation zunächst z. B.:
Erst wenn die Situation stabil ist, planen wir den Implantateingriff.
Fehlt Knochen, kann – abhängig von Region und Ausmaß – ein Knochenaufbau sinnvoll sein (z. B. Augmentation, im Oberkiefer ggf. Sinuslift). Danach folgt eine Heilungsphase, bevor implantiert wird.
Wenn Zahnfleisch und Knochen stabil sind, wird das Implantat eingesetzt. Danach folgt die Einheilphase (meist mehrere Monate – abhängig von Knochenqualität und Region). In dieser Zeit ist Schonung und gute Hygiene besonders wichtig.
Gerade nach Parodontitis gilt: Implantate brauchen Pflege. Dazu gehören:
So lassen sich Risiken deutlich reduzieren und Implantate langfristig stabil halten.
Implantate sind meist nicht sinnvoll, wenn:
In solchen Fällen besprechen wir mit Ihnen passende Alternativen (z. B. Brücke/Prothese) oder ein stufenweises Vorgehen.
Zahnimplantate sind nach einer Zahnfleischerkrankung häufig möglich – aber erst nach erfolgreicher Behandlung und Stabilisierung. Eine sorgfältige Diagnostik, eine entzündungsfreie Ausgangssituation und konsequente Nachsorge sind die entscheidenden Voraussetzungen für langfristigen Erfolg.
Dieses Infoportal wird von MKG Köln West betrieben, einer auf Implantologie spezialisierten Fachpraxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln (Bunzlauer Str. 1, 50858 Köln-Weiden). Alle Behandlungen finden dort statt.
Unsere Praxis liegt in Köln-Weiden, Bunzlauer Str. 1, direkt am Rhein-Center. Barrierefreier Zugang, Aufzug, kostenlose Parkplätze und schnelle Anbindung mit KVB-Linie 1 und S-Bahn Lövenich machen Ihren Termin für Zahnimplantate in Köln gut erreichbar.
