Implantat bei wenig Knochen – geht das überhaupt? | MKG Köln West

Wenig Kieferknochen für Implantate? Erfahren Sie, welche modernen Lösungen heute möglich sind, von Knochenaufbau über All-on-4 bis zu PSI ohne Augmentation.

November 18, 2025

Priv.-Doz. Dr. Dr. Matthias Zirk

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Patientenspezifische Implantate (DGPSI), Fellow des European Board of Oral-Maxillo-Facial Surgery, Facharzt und Habilitation MKG-Chirurgie, FOCUS TOP Mediziner 2026

Lesezeit:
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Min.

Auch bei wenig Kieferknochen sind Zahnimplantate heute in den meisten Fällen möglich. Moderne Verfahren wie kurze Implantate, All-on-4, Zygoma-Implantate oder patientenspezifische Implantate (PSI) ermöglichen festen Zahnersatz, oft ohne aufwendigen Knochenaufbau. Wir sind auf genau diese komplexen Situationen spezialisiert.

Ja, Zahnimplantate sind heute auch bei wenig Kieferknochen in den meisten Fällen möglich. Moderne Verfahren ermöglichen festen Zahnersatz selbst bei starkem Knochenabbau. Ein Knochenaufbau ist dabei nicht immer notwendig, da es mittlerweile alternative Lösungen gibt. In unserer Praxis MKG Köln West in Köln-Weiden sind wir auf genau diese komplexen Situationen spezialisiert. Als Praxis von PD Dr. Dr. Matthias Zirk (Präsident der DGPSI) und Dr. Dr. Johannes Scholz (DGPSI-Gründungsmitglied) behandeln wir Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet, denen anderswo gesagt wurde, dass nichts mehr geht.

Warum fehlt oft Knochen im Kiefer?

Knochenabbau entsteht häufig durch:

  • Zahnverlust über längere Zeit, ohne Belastung baut sich der Kieferknochen zurück
  • Entzündungen wie Parodontitis mit fortschreitendem Knochenabbau
  • Druck durch Prothesen über Jahre oder Jahrzehnte
  • Natürliche Alterungsprozesse verstärken den Effekt
  • Folgen früherer Implantatverluste oder Komplikationen
  • Vorerkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose

Ohne ausreichende Belastung bauen sich Knochenstrukturen kontinuierlich zurück. Mehr dazu in unserem Beitrag Wie Zahnverlust unbemerkt zu Knochenabbau führt.

Welche Lösungen gibt es bei wenig Knochen?

Die moderne Implantologie bietet heute mehrere Wege, je nach individueller Ausgangslage:

1. Knochenaufbau (Augmentation)

Beim klassischen Knochenaufbau wird fehlende Knochensubstanz mit Eigenknochen oder Ersatzmaterial ergänzt. Dies schafft eine stabile Grundlage für Implantate. Bewährtes Verfahren mit guten Langzeitergebnissen, aber mehrstufig und mit längerer Behandlungsdauer.

2. Sinuslift (Oberkiefer)

Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers wird beim Sinuslift die Kieferhöhlenschleimhaut angehoben und der entstehende Raum mit Knochenersatz gefüllt. So entsteht mehr Platz für Implantate. Häufig genutztes Verfahren, gut etabliert.

3. Kurze oder durchmesserreduzierte Implantate

Spezielle Implantate, die weniger Knochenhöhe benötigen. Eine schonendere Alternative bei moderatem Knochenmangel, oft ohne Knochenaufbau möglich.

4. All-on-4 / All-on-6 Konzepte

Mit nur 4 bis 6 schräg gesetzten Implantaten lässt sich ein zahnloser Kiefer fest versorgen, oft ohne umfangreichen Knochenaufbau. Mehr dazu auf unseren Seiten All-on-4® und All-on-6®.

5. Zygoma-Implantate

Diese längeren Implantate werden im Jochbein verankert und sind eine Lösung bei extremem Knochenverlust im Oberkiefer. Eingriff erfordert Spezialerfahrung, ermöglicht aber feste Zähne in Situationen, die zuvor als nicht versorgbar galten.

6. Patientenspezifische Implantate (PSI)

Der innovative Spezialfall: individuell für Ihren Kiefer gefertigte Implantate, die auf dem Knochen verankert werden und meist keinen Aufbau erfordern. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

PSI Implantate: Die Lösung ohne Knochenaufbau

Ein entscheidender Fortschritt der modernen Implantologie sind patientenspezifische Implantate (PSI):

  • Individuell für Ihren Kiefer gefertigt auf Basis einer DVT-Aufnahme
  • CAD/CAM-Fertigung aus medizinischem Titan
  • Subperiostale Positionierung, also auf dem Knochen statt im Knochen verankert
  • Mit Mikroschrauben fixiert für sicheren Halt
  • Oft keine Augmentation notwendig, deutlich kürzere Behandlungsdauer
  • Besonders geeignet bei starkem Knochenabbau oder austherapierten Fällen

In unserer Praxis ist PSI ein zentraler Schwerpunkt. PD Dr. Dr. Matthias Zirk ist amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Patientenspezifische Implantate (DGPSI), Dr. Dr. Johannes Scholz Gründungsmitglied. Patientinnen und Patienten reisen aus dem gesamten Bundesgebiet zu uns, weil sie woanders zu hören bekommen haben, dass nichts mehr geht. Mehr dazu in unserem Beitrag "Mir wurde gesagt, es geht nicht".

Patientengeschichte: Dagmar, fast vollständiger Knochenverlust

Wie eindrucksvoll PSI selbst in extremen Situationen wirken können, zeigt die Geschichte unserer Patientin Dagmar Galuba. Ihr fehlte fast der gesamte Knochen im Oberkiefer. Andere Praxen rieten zu Hüftknochentransplantaten mit langer Einheilungszeit, ohne Erfolgsgarantie. Bei uns wurde sie mit einem PSI versorgt: nur eine OP, kein Knochentransfer, schnelle Versorgung mit fester Brücke.

Dagmars Geschichte: Feste Zähne trotz fast vollständigem Knochenverlust

"Andere Praxen rieten zu Hüftknochentransplantaten mit langer Einheilung. Dr. Scholz schlug etwas Neues vor, ein patientenspezifisches Implantat. Heute beiße ich wieder in Äpfel, lache breit und treffe Freunde ohne Sorge."

Dagmar Galuba · PSI-Versorgung Oberkiefer · MKG Köln West

Was entscheidet über die richtige Methode?

Welche Lösung in Ihrem Fall passt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Menge und Qualität des Knochens, klar messbar mit DVT
  • Lage im Ober- oder Unterkiefer, anatomische Besonderheiten
  • Allgemeingesundheit und Vorerkrankungen
  • Frühere Implantationen oder Knochenaufbauten
  • Individuelle Wünsche, festsitzend oder herausnehmbar
  • Gewünschte Behandlungsdauer und Aufwand
  • Wirtschaftliche Aspekte

Grundlage für die Entscheidung ist immer eine präzise 3D-Diagnostik (DVT). Erst damit lässt sich exakt beurteilen, welche Optionen tatsächlich in Frage kommen. Lesen Sie zum direkten Vergleich auch unsere Beiträge Knochenaufbau oder Implantat ohne Aufbau und Standardimplantat oder PSI.

Ist wenig Knochen heute noch ein Problem?

Kurz gesagt: selten.

  • Früher war wenig Knochen oft ein Ausschlusskriterium für Implantate
  • Heute ist es meist lösbar durch moderne Verfahren
  • Selbst extreme Knochendefekte sind mit PSI oder Zygoma versorgbar
  • Die Frage ist eher, welche Lösung am besten passt, nicht ob es möglich ist

Es ist heute eher eine Frage der Planung, der Erfahrung und der verfügbaren Spezialverfahren. Lesen Sie auch Vom dritten Fehlversuch zur stabilen Lösung.

Unsere Erfahrung mit komplexen Knochensituationen

Viele Patientinnen und Patienten kommen zu uns mit einer ganz bestimmten Aussage:

"Mir wurde gesagt, ich habe zu wenig Knochen für Implantate."

Unsere Erfahrung zeigt: In sehr vielen Fällen gibt es doch eine Lösung, oft sogar ohne aufwendigen Knochenaufbau. Wir nehmen uns Zeit für eine ehrliche Zweitmeinung und prüfen mit moderner DVT-Diagnostik, was tatsächlich möglich ist. Auch unter Dämmerschlaf oder Vollnarkose, falls gewünscht.

Anreise aus dem gesamten Bundesgebiet

Patientinnen und Patienten reisen für eine PSI-Behandlung aus ganz Deutschland zu uns nach Köln-Weiden. Unsere Praxis liegt verkehrsgünstig:

  • Auto: Direkte Anbindung an die A4 und A1, ausreichend Parkplätze vor der Praxis
  • Bahn: 20 Minuten ab Hauptbahnhof Köln
  • Flug: 30 Minuten ab Flughafen Köln/Bonn
  • Hotelempfehlungen in der Nähe geben wir Ihnen gerne

Auf Wunsch organisieren wir Ihre gesamte Behandlung effizient in wenigen Terminen, um die Anreise so kompakt wie möglich zu gestalten.

Risiken und mögliche Komplikationen

Alle vorgestellten Verfahren sind heute sehr sicher etabliert. Dennoch klären wir Sie offen über mögliche Risiken auf:

  • Schwellung, Hämatome und vorübergehende Schmerzen nach dem Eingriff
  • Wundheilungsstörungen, besonders bei Rauchern
  • Infektionen im Implantatlager oder Augmentationsbereich
  • Sensibilitätsstörungen bei Eingriffen nahe des Unterkiefernervs
  • Bei Knochenaufbau: möglicher Verlust des aufgebauten Materials
  • Bei PSI: längere Planungs- und Fertigungsphase

Durch unsere DVT-basierte Planung, schonende Verfahren wie die Piezosurgery (Ultraschallchirurgie), den Einsatz von Platelet Rich Fibrin (PRF) zur Heilungsförderung und die Erfahrung unseres MKG-Teams reduzieren wir diese Risiken auf ein Minimum.

Was kostet eine Implantatversorgung bei wenig Knochen?

Die Kosten variieren stark je nach Verfahren:

  • Klassischer Knochenaufbau plus Implantat: modular nach Aufwand
  • All-on-4 oder All-on-6: Festpreis-Konzepte möglich
  • Zygoma-Implantate: spezialisierte Versorgung mit höheren Kosten
  • PSI: höhere Initialkosten, oft langfristig wirtschaftlich

Eine erste Einschätzung erhalten Sie über unseren Zahnimplantat-Kostenrechner. Vor Behandlungsbeginn erstellen wir Ihnen einen verbindlichen schriftlichen Heil- und Kostenplan. Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch beim Finanzierungsservice.

Beratung oder Zweitmeinung in Köln-Weiden vereinbaren

Wurde Ihnen gesagt, dass Sie zu wenig Knochen für Implantate haben? Lassen Sie Ihre Situation bei uns prüfen, oft gibt es mehr Möglichkeiten, als Sie denken. Persönlich in unserer Praxis in Köln-Weiden, gerne auch für Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Termin online buchen · WhatsApp-Nachricht senden · Praxis anrufen: 02234 - 2509605 · Kostenrechner starten

Oft gestellte Fragen unserer Patienten

Geht ein Zahnimplantat auch bei wenig Knochen?

Was sind PSI-Implantate und für wen sind sie geeignet?

Was sind Zygoma-Implantate und wann werden sie eingesetzt?

Wie lange dauert die Behandlung bei wenig Knochen?

Was übernimmt MKG Köln West?

Quellenangaben:

Fachliche Grundlagen und Leitlinien

Die Empfehlungen auf dieser Seite basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien der zahnmedizinischen Fachgesellschaften, unter anderem:

  • DGI, Deutsche Gesellschaft für Implantologie
  • DGPSI, Deutsche Gesellschaft für Patientenspezifische Implantate (PD Dr. Dr. Zirk: amtierender Präsident)
  • DGZMK, Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • DGMKG, Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • AWMF, S3-Leitlinien Zahnmedizin (Knochenaugmentation, Implantatprothetik)
  • EAO, European Association for Osseointegration

Stand: [November/2025] · Medizinisch geprüft von Dr. Dr. Johannes Scholz (DGPSI-Gründungsmitglied) und PD Dr. Dr. Matthias Zirk (DGPSI-Präsident), Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Dieses Infoportal wird von MKG Köln West betrieben, einer auf Implantologie spezialisierten Fachpraxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln (Bunzlauer Str. 1, 50858 Köln-Weiden). Alle Behandlungen finden dort statt.

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